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Eine Spur wilder

Ruhesteinstraße Seebach Ortenaukreis


Im Jahr 2014 wurde Baden-Württembergs erster Nationalpark gegründet – auf rund 10.000 Hektar zwischen Baden-Baden und Freudenstadt darf der Wald wieder eine Spur wilder werden. Die Schön­heiten des Schwarzwalds, den Zauber unberührter Natur, Inseln voller Ruhe fernab der Alltags-Hektik, abenteuerliche Wanderungen durch Waldgebiete, erlebnisreiche Führungen mit Nationalpark-Rangerinnen und Rangern, all das können Gäste im Nationalpark Schwarzwald erleben. 



Willkommen in der Wildnis

Hier gilt das Motto: »Natur Natur sein lassen«. Bäume, die in Wirtschaftswäldern meist nur ein Drittel ihres natürlichen Alters erreichen, dürfen im Nationalpark mehrere hundert Jahre alt werden,  bis sie Licht und Platz machen für die nachfolgende Generation. Auf scheinbar totem Holz sprießt neues Leben. Der Nationalpark zieht sich über den Höhenrücken des Nordschwarzwaldes und besteht aus zwei Teilen: einem südlichen Teil am Ruhestein und einen nördlichen um den Hohen Ochsenkopf. Menschen sollen hier in den nächsten Jahren immer weniger eingreifen und die Natur sich selbst überlassen. Die dadurch entstehenden Waldstrukturen stellen einen selten gewordenen Lebensraum für viele bedrohte Arten dar. Auf diese Weise ist der Nationalpark Schwarzwald ein wichtiger Beitrag für den Artenschutz.



Natur selbst erleben

Der Nationalpark ist nicht nur Heimat für Tiere und Pflanzen, sondern auch für die Menschen. Gäste können wandern, Rad fahren, Wintersport betreiben oder einfach nur entspannen und beobachten. Aus der Hektik des Alltags eintauchen in die Ruhe der Natur. Den Spuren der Wildnis nachgehen und kleine Wunder entdecken. Der Nationalpark bietet ein großes Angebot an Touren, Führungen und Vorträgen. Bei geführten Ausflügen wird die Natur anschaulich erlebbar.



Tiere im Nationalpark

Mit seinen 16 bis 19 cm Körpergröße ist der Sperlingskauz die kleinste Eule Europas. Sie ist ebenso im Nationalpark beheimatet wie der schnellste Bewohner des Nationalparks, der Wanderfalke. Er schafft es in seinem Sturzflug auf 360 km/h. Die giftigste Bewohnerin ist die Kreuzotter mit ihrem markanten Zickzack-Band auf dem Rücken. Sie wird bis zu 80 cm lang. Und seit einigen Jahren wird der Schwarzwald auch immer mal wieder von Luchsen besucht. Auf dem Luchspfad erfährt man sehr viel Wissenswertes über diese scheuen Tiere. 



Schwarzwaldhochstraße

Weltberühmt und doch so nah – die Schwarzwaldhochstraße mit ihren rund 60 Kilometern Länge ist die älteste und bekannteste und vielleicht sogar die schönste Touristenstraße im Schwarzwald. Bereits 1930 wurde die Straße eingeweiht – von ihrem Charme hat sie bis heute nichts verloren. Sie verläuft in einer Höhe von 600 bis 1.000 Metern und eröffnet dem Besucher zauberhafte Blicke in den Schwarzwald, die Rheinebene und bis zu den Vogesen. Naturgegebene Anziehungspunkte sind die Hornisgrinde, mit 1.164 Meter der höchste Berg im Nördlichen Schwarzwald, der sagenumwobene Mummelsee (1036 Meter hoch gelegen), die Naturschutzgebiete am Schliffkopf und am Ruhestein sowie die Schwarzenbachtalsperre.

Rund um den Nationalpark und die Schwarzwaldhochstraße haben sich 28 Orte und der Landkreis Freudenstadt zur Nationalparkregion Schwarzwald zusammengeschlossen mit vielen Angeboten für diese Region. Ausflugstipps, Aktivitäten, Wander- und Bikevorschläge in der Nationalparkregion findet man auf den Seiten von:

Baiersbronn & das Murgtal

Bühl/Bühlertal

Sasbachwalden

Achertal

Renchtal

LK Freudenstadt

www.nationalparkregion-schwarzwald.de