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Die Rheinauen – Das Vermächtnis Tullas

47 Hermann-Schneider-Allee Daxlanden


Einst wechselte der Rhein ständig und je nach Wasserstand seine Lage, bildete neue Seitenarme und Inseln. Die Hochwasser brachten Schotter und Sande mit, die sich nach Senkung des Wasserpegels beliebig ablagerten. Diese Sande boten selbst im 19. Jahrhundert noch vielen Goldwäschern ausreichende Erträge. Nachdem allerdings der Ingenieur Johann Gottfried Tulla ab 1817 die Rheinbegradigung am Oberrhein einleitete, wurde der Rhein hier durchgehend schiffbar, die Überschwemmungen blieben aus und Krankheiten wie Malaria nahmen ab. Damit endete die Goldwäscherei bei Karlsruhe. Durch die Begradigung wurden ehemalige Flussschlingen abgeschnitten und zu artenreichen Auenlandschaften mit weitestgehend stehenden Gewässern. Leider auch mit vielen Mücken.